In dem Bus, in welchen wir nun notuntergebracht waren, gab es nur noch Stehplaetze fuer uns, so dass ich irgendwann gegen sieben Uhr mit ziemlicher Verspaetung und uebermuedet am Terminal von Ciudad del Este ankam. Eigentlich hatte ich geplant, vor dem etwas spaeter am Abend anstehendem Fussballspiel zwischen C.A. 3 de Febrero und Sol de America noch zum Itaipu- Staudamm, dem nach dem Drei- Schluchtenstaudamm China`s zweitgroesstem Staudamm der Welt und Paraguays ganzem Stolz (was sogar soweit fuehrt, dass er auf den 100.000 Guarani- Scheinen abgebildet ist) zu fahren, doch nachdem ich die halbe Fahrt im Stehen verbracht hatte, ging es, nachdem ich beim erstbesten Hotel eingecheckt hatte (ca 8 Euro fuer die Nacht, eigentlich okay, jedoch, wie spaeter gemerkt, mit einer defekten und damit eiskalten Dusche) direkt bis zum Mittag ins Bett. Am fruehem Nachmittag zog es mich dann in die Innenstadt, welche ich auch nach einem kleinen Umweg durch ein nicht wirklich ueberzeugendes Viertel nach gut einer halben Stund erreichte. Diese gleicht einem riesigem Markt, ueberall sind Staende aufgebaut und jeder versucht seinen Kram an den Mann/ die Frau zu bringen. Wirklich unglaublich und um einiges groesser als den hier in Asuncion kennengelernten "Mercado Quatro" oder auch dem, im Gegensatz hierzu, kleinem Markt an der Grenze zu Brasilien in Pedro Juan Caballero. Hier in CdE kann man wirklich alles bekommen, von (selbstverstaendlich zum Grossteil gefaelschten) Klamotten ueber CDs, DVDs, PS2 & Computerspielen bis hin zu Elektronikware oder Parfuems. Irgendwann wurde mir dies aber langweilig, die Haendler nervten damit, mir ihre Waren anzubieten, und so zog es mich wieder zurueck in Richtung Terminal, neben dem das Stadion vom C.A. 3 de Febrero steht.
C.A. 3 de Febrero - Club Sol de America 1:1
Primera Division
Estadio Antonio Oddone Sarubbi (La bastion del Este)
ca 80 Zuschauer
Primera Division
Estadio Antonio Oddone Sarubbi (La bastion del Este)
ca 80 Zuschauer
Das Spiel fand relativ wenig Zuspruch, gerade mal geschaetzte 80 Zuschauer wollten sich den Kick anschauen.
Am naechsten Morgen ging es dann direkt nach dem Auschecken aus meinem Hotel zum Terminal, um einen Bus Richtung Brasilien zu finden. Als dieser schliesslich kam, meinte der Busfahrer jedoch zu uns wenigen Fahrgaesten dann aber, dass er fuer die Fahrt, welche eigentlich nur ein bisschen durch die Innenstadt von Ciudad del Este und einmal ueber die "Puente de Amistad", der "Bruecke der Freundschaft" fuehren soll, mindestens sechs Stunden brauchen wuerde, da an Samstagvormittagen die Grenze sehr belebt sei. So fuhr ich mit ihm nur bis zu einem Platz, welcher ungefaehr 200 Meter von der Grenze entfernt steht, um von dort aus zu Fuss nach Brasilien zu gehen. Hier sah ich dann auch, weshalb der Busfahrer meinte, dass er so viel Zeit zum ueberqueren der Grenze benoetigen wuerde. Die Zufahrtsstrassen zur Bruecke waren komplett ueberfuellt mit Bussen, LKWs oder Autos, vorwaerts kam man nur zu Fuss. So ging es auch fuer uns, mich und zwei Brasilianerinnen, welche ich im Bus kennengelernt hatte, weiter. Leider verlor ich diese jedoch, nachdem ich mir am paraguayischen Grenzposten meinen Ausreisestemel besorgen musste. So ging es fuer mich alleine weiter ueber die Bruecke, welche ebenfalls mit Fussgaengern ueberfuellt war, die alle, teilweise extrem mit Waren beladen,
Club Olimpia - Club Cerro Porteño 2:1
Primera Division
Estadio Defensores Del Chaco
15.000 Zuschauer
Primera Division
Estadio Defensores Del Chaco
15.000 Zuschauer
Dieser Classico konnte jedoch kaum mit dem letzten, welcher erst vor zwei Monaten gespielt wurde, mithalten. Schuld daran haben unter anderem auch die Vereine, welche die
Zu Spielbeginn praesentierten beide Seiten ihre Blockfahnen, bei Cerro gab es ausserdem noch einige blau- rote Schnipsel sowie blauen Rauch zu sehen. Waehrend des Spiels hatte Olimpia nicht nur auf dem Rasen sondern auch auf den Raengen die Oberhand, was aber nichts bedeutet, da beides relativ schlecht anzuschauen Bzw anzuhoeren war. Zu Beginn der zweiten Halbzeit eskalierte auf einmal ein Streit im Bereich Cerros, welcher dazu
Nach ca 70 Minuten konnte Cerro das Spiel ausgleichen, so dass sich die nun unorganisierte Tribuene des Ciclon`s noch einmal zu Wort meldete, doch keine zwei Minuten wieder verstummte, da Olimpia schon den 2:1 Siegtreffer erzielte.
Insgesamt war der Classico, trotz der eigentlich guten Ausgangslage- Cerro erster in der Tabelle, Olimpia mit sechs Punkten Abstand dritter- relativ mau, was neben den erhoehten Eintrittspreisen natuerlich auch am Streit zwischen den beiden Fangruppen Cerros liegt.
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